Kellerdecke dämmen: Kosten im Vergleich zwischen DIY und Fachbetrieb
Wir führen die Dämmung mit eigenen Handwerkern aus.

Kellerdecke dämmen: Kosten im Überblick
Kalte Böden im Erdgeschoss haben fast immer die gleiche Ursache: eine ungedämmte Kellerdecke. Wenn es darum geht, die Kellerdecke zu dämmen, sind die Kosten allerdings selten das eigentliche Problem. Es ist vielmehr die Unsicherheit, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt – und ob die Maßnahme ein überschaubares DIY-Projekt bleibt oder professionell umgesetzt werden muss.
Eine Kellerdeckendämmung zeigt Preise sowohl im oberen als auch im unteren Segment. Das liegt vor allem am Deckenaufbau.
Jede Leitung und jedes Rohr unterbricht den Standardprozess und verlängert somit die Montage.
Geringe Deckenhöhen schränken die Materialwahl ein und erfordern eine präzise Ausführung.
Unebene Flächen verhindern eine schnelle, flächige Montage und erhöhen die Arbeitszeit.
Professionelle Verfahren werden dort nötig, wo saubere Anschlüsse sonst kaum möglich sind.
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Wie hoch sind die Materialkosten bei der Kellerdämmung?
Die Materialkosten für eine Kellerdämmung lassen sich gut berechnen. Sie hängen vom Dämmstoff und der benötigten Dämmstärke ab – weniger von der Größe des Hauses oder der Nutzung des Kellers.
Dämmstoff | Materialpreis pro Quadratmeter | Montageaufwand | Geeignet für… |
EPS (Styropor) | 10–20 € | Gering (DIY) | trockene, glatte Decken |
Mineralwolle | 20–35 € | Mittel | Kellerdecken mit Priorität auf Brandschutz |
PUR/PIR-Platten | 30–50 € | Mittel | geringe Deckenhöhen |
Sprühdämmung | 45–75 € | Hoch (Profi) | Rohre und Unebenheiten |
EPS (Styropor)
Eigenschaften: leicht, formstabil und einfach zu verarbeiten
Geeignet, wenn: die Kellerdecke trocken, glatt und frei von speziellen Anforderungen ist
Grenzen: sobald Feuchtigkeit oder ein erhöhter Brandschutz relevant werden
Mineralwolle
Eigenschaften: nicht brennbar und unempfindlich gegenüber Schimmel
Geeignet, wenn: Brandschutz oder eine regelmäßige Nutzung des Kellers eine Rolle spielt
Besonderheiten: der Einbau ist aufwändiger, bleibt aber technisch robust
PUR-/ PIR-Platten
Eigenschaften: hohe Dämmwirkung bei vergleichsweise geringer Materialstärke
Geeignet, wenn: die verfügbare Deckenhöhe begrenzt ist
Voraussetzungen: eine saubere Verarbeitung sowie ausreichende Lüftung beim Einbau
Sprühdämmung
Eigenschaften: passt sich unebenen Flächen an und umschließt Leitungen fugenlos
Geeignet, wenn: Plattenlösungen konstruktiv nicht mehr sinnvoll umsetzbar sind
Einordnung: weniger Materialwahl als technische Antwort auf komplexe Decken
Warum unterscheiden sich die Materialkosten bei der Kellerdämmung so stark?
Weil die Dämmstoffe für unterschiedliche Bedingungen eingesetzt werden. Der Preis sagt daher weniger über die Qualität aus als darüber, ob das Material zum Beispiel Feuchtigkeit verträgt oder für den Brandschutz geeignet ist.
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Do It Yourself oder Fachbetrieb: Wann lohnt sich was?
Ob sich die Kosten, um die Kellerdecke zu dämmen, in Eigenregie senken lassen oder ein Fachbetrieb nötig ist, hängt meist von der Decke selbst ab – nicht vom Preis.
DIY ist realistisch, wenn:
die Kellerdecke glatt, trocken und gut erreichbar ist
keine oder nur wenige Leitungen/ Rohre an der Decke verlaufen
ausreichend Platz nach oben für Platten vorhanden ist (Deckenhöhe)
einfache Plattenlösungen ohne Sonderzuschnitte ausreichen
Fazit: In diesen Fällen bleibt der handwerkliche Aufwand und die Kosten der Kellerdämmung überschaubar.
Ein Fachbetrieb ist sinnvoll, wenn:
viele Leitungen/ Rohre die Decke unterbrechen
die Oberfläche uneben oder schwer zugänglich ist
eine geringe Deckenhöhe eine präzise Materialwahl erfordert
Sprüh- oder Einblasdämmung technisch die bessere Lösung ist
Fazit: In diesen Fällen verschiebt sich der Schwerpunkt von den Materialkosten der Kellerdämmung hin zum Arbeitsaufwand. Zuschnitte, Umgehungen und fugenlose Anschlüsse kosten Zeit und erfordern Erfahrung.
Wann wird DIY zur Kostenfalle?
Wenn die Kellerdecke glatt, trocken und frei von vielen Unterbrechungen ist, lassen sich die Kosten, um die Kellerdecke zu dämmen, oft durch Eigenleistung begrenzen. Sobald Zuschnitte, Umgehungen oder Sonderlösungen nötig werden, ist ein Fachbetrieb sinnvoller.
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Feuchtigkeit im Keller: Wann darf die Kellerdecke nicht gedämmt werden?
Feuchtigkeit ist bei der Kellerdeckendämmung ein klares Ausschlusskriterium. Gedämmt werden darf nur, wenn Kellerdecke und -wände nachweislich trocken sind.
Typische Ursachen für Feuchtigkeit im Keller:
aufsteigende Feuchtigkeit
fehlende Horizontalsperren
beschädigte Außenabdichtungen.
Solange diese Probleme bestehen, darf keine Dämmung angebracht werden – unabhängig von Material oder Kosten der Kellerdämmung.
Wichtig zu merken:
Auch eine Kellerdämmung behebt keine Feuchtigkeit, sondern schließt sie ein.
Ursachen wie aufsteigende Nässe oder defekte Abdichtungen müssen vorab beseitigt werden
Durchfeuchtete Dämmstoffe verlieren ihre Funktion und erhöhen das Schimmelrisiko.
Eine nachträgliche Sanierung treibt den Preis einer Kellerdämmung deutlich in die Höhe; es empfiehlt sich eine gründliche Vorbereitung.
Warum beeinflusst Feuchtigkeit die Kosten der Kellerdeckendämmung?
Weil eine Dämmung nur auf trockener Bausubstanz funktioniert. Feuchte Keller verursachen zusätzliche Sanierungskosten, ohne Heizkosten zu senken.
Entstehen durch die Entsorgung von Altlasten zusätzliche Kosten bei einer Kellerdeckendämmung?
Die Kosten, um die Kellerdecke zu dämmen, steigen häufig nicht durch das neue Dämmmaterial, sondern durch Altlasten an der Decke. Alte Verkleidungen oder frühere Dämmstoffe müssen vor der eigentlichen Kellerdeckendämmung entfernt und entsorgt werden.
Asbesthaltige Platten dürfen nur von spezialisierten Fachbetrieben ausgebaut werden. Die Kosten für Ausbau und Entsorgung liegen typischerweise bei 30–50 € pro Quadratmeter.
Alte Styropor-Dämmungen können schadstoffbelastet sein und gelten dann als Sondermüll. Für die Entsorgung fallen Kosten von rund 200 € pro Kubikmeter an, was rund 20 € pro Quadratmeter bei 10 cm Dicke entspricht.
Diese Ausgaben fallen an, bevor neue Materialien eingebaut werden und zählen somit zu den indirekten Materialkosten der Kellerdämmung.
Fazit: Für eine realistische Einschätzung der Kosten, um die Kellerdecke zu dämmen, ist die Prüfung auf Altlasten unverzichtbar.
Kann ich alte Dämmstoffe selbst entfernen, um Kosten zu sparen?
Bei schadstoffbelasteten Materialien ist eine eigenständige Entfernung der Altlasten keine Option. Eine fachgerechte Entsorgung ist verpflichtend.
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Brandschutz im Keller: Welche Rolle spielt der Dämmstoff?
Brandschutzbestimmungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Kosten, die beim Dämmen einer Kellerdecke anfallen. Sie entscheiden darüber, welche Dämmstoffe eingesetzt werden dürfen und ob zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
EPS und PUR/PIR: brennbar, in Ein- und Zweifamilienhäusern grundsätzlich zulässig
Mineralwolle: nicht brennbar (Euroklasse A1)
Fluchtwege oder Sonderanforderungen: erfordern nicht brennbare Materialien
Zusätzliche Bekleidungen: können bei brennbaren Dämmstoffen nötig werden
Warum beeinflusst Brandschutz die Preise einer Kellerdeckendämmung?
Weil nicht jeder Dämmstoff überall zulässig ist. Brennbare Materialien wie EPS oder PUR können in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden, stoßen aber an Grenzen, wenn Fluchtwege betroffen sind oder zusätzliche Anforderungen gelten.
Förderung für Kellerdeckendämmung: Welche Zuschüsse sind möglich?
Für eine Kellerdeckendämmung gibt es staatliche Unterstützung. Gefördert wird die Maßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM).
BAFA-Zuschuss: 15 % der förderfähigen Kosten
Mit Sanierungsfahrplan (iSFP): zusätzlich 5 % Bonus
Maximal förderfähige Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit
Technische Voraussetzung: U-Wert der Kellerdecke ≤ 0,25 W/(m²·K)
Die Förderung der Kellerdeckendämmung senkt zwar die effektiven Preise einer Kellerdeckendämmung, setzt aber voraus, dass der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt wird und die Ausführung fachgerecht erfolgt.
Kann ich eine Förderung auch beantragen, wenn ich den Keller selbst dämme?
Nein. Für die Förderung der Kellerdeckendämmung müssen die Arbeiten von einem Fachunternehmen ausgeführt und bestätigt werden.